December 31, 2012
Podcast-Rückblick 2012

Ganz genau kann ich nicht mehr sagen, wann ich meinen ersten Podcasts gehört habe. Ich kann den zeitlichen Rahmen allerdings ziemlich eingrenzen. Meine erster Podcast war CRE003 (Die Testsendung), erschienen am 03.12.2005. Die nächste CRE-Folge erschien bereits drei Tage später, also muss ich den Podcasts irgendwann zwischen dem 03.12.2005 und dem 06.12.2005 verfallen sein. Im Dezember 2012 also nun schon ganze sieben Jahre. Ich will auch gar nicht die letzten sieben Jahre beschreiben, aber die Entwicklung ist klar: exponentiell gewachsenes Mehrangebot1, zunehmende Professionalisierung und mehr Hörer. Diese Trends liefen in einer kleineren Zeitschiene auch im Jahr 2012 ab; 2012 als Podcast-Panoptikum.

Ich habe im vergangenen Jahr viele neue und alte Podcasts gehört, viele neue Podcasts abonniert und leider einigen guten Bekannten2 auf Wiedersehen sagen müssen. Auf ein paar Beispiele möchte ich auch gerne eingehen und in diesem Beitrag meine Eindrücke schildern.

WRINT

Unglaubliche 101 Folgen WRINT hat Holger Klein in 2012 produziert. Das entspricht einer Veröffentlichungsrate von immerhin einer Folge alle 3.6 Tage. Es waren ganz großartige Episoden dabei (WR115: manomama oder die epische Auseinandersetzung mit der Finanzkrise). Auch bin ich überzeugt, dass die signifikante Reduktion der Ferngespräche (KEINE!) WRINT gut getan hat. Sicherlich ist es aller Ehren wert einmal “mit allen geredet” haben zu wollen. Allerdings haben doch die meisten Anrufer der Ferngespräche eigentlich nichts zu sagen, können nicht erzählen oder sollten vielleicht eher einen Therapeuten aufsuchen. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel: Der Realitätsabgleich mit Toby Baier. Besonders spannend sind hier die ganz unterschiedlichen Lebenserfahrungen und -realitäten der beiden. Hansestadt Hamburg gegen Bundeshauptstadt Berlin. Dauerbrenner ist mittlerweile "Besuch in Lauers Büro" geworden. Keine andere Medienveranstaltung hat bis jetzt einen so interessanten Einblick in die Maschinenräume der Piratenpartei geben können. Kein anderer Politiker unterstreicht aber auch so unverhohlen seine Ambitionen und die Schwächen seiner parteiinternen Gegner. Man wünscht sich, dass Holger Klein noch mehr Politiker besucht.

mobileMacs

Ja, ich bin ein Fanboy. mobileMacs ist auch 2012 meine Lieblingssendung. Die Sendung lebt von ihrem Durcheinander. Nur wenn der Livestream ausfällt, möchte man die Jungs schlagen. Relive-Troubleshooten macht keinen Spaß. Mit Max geht ein Gründungsmitglied, der immer wieder die schwierigen Gegenpositionen vertreten hat. Langfristig könnte das der Sendung schaden. mobileMacs ohne Kontroverse ist nur halb so lustig.

Wir. Müssen Reden

Es gab keinen großen Auflösungsskandal. Allerdings hat sich das leicht veränderte Konzept mit mehr Gästen, dass sich ja bereits 20113 andeutete, äußerst positiv entwickelt. Weiter so!

Wikigeeks

Abends um 22 Uhr von der 67th Street zur 92nd Street in der Upper East Side laufen und Wikigeeks (vom Göttinger Podcastcluster4) im Ohr. Das klingt doch eigentlich romantisch. Nach zwei Folgen habe ich im schwülen New Yorker Sommer allerdings bereits wieder aufgegeben. Das relativ enge Korsett der Sendung und die erzwungen wirkenden Diskussionen haben den Hörfluss massiv gestört. Nicht alles5 wirkt auch nach außen cool. Positiv überrascht hat mich dann der Auftritt im Lautsprecher. Mein Eindruck vom Wikigeeks-Podcast war wie weggewischt. Dieselben Personen in einem anderen Format und schon scheint es zu funktionieren. Dies scheint ein Indikator zu sein, dass Podcasts anderen Regeln als dem klassischen Radio folgen.

Küchenradio

Das Küchenradio is back. Für mehr als drei Jahre war das Küchenradio aus meiner Abonnementsliste verschwunden, aber Philip Banse und Andreas Baum haben dem Projekt neuen Atem eingehaucht.

Elementarfragen

Ich platze vor Spannung. Nicolas, Erbarmen!


  1. Ob das Angebot tatsächlich exponentiell gewachsen ist, müsste einmal geprüft werden. Sowohl im Bezug auf Sendeminuten, als auch im Bereich der Anzahl an Podcasts. 

  2. Hypercritical, Build & Analyze, The Talk Show @ 5by5 

  3. Disclaimer: Ich war da auch schon Gast

  4. Leute, schaut, so baut man eine Marke auf! 

  5. z.B. Einspieler zu Beginn der Sendung 

February 28, 2012
ZFS-Nennungen in mobileMacs

@hukl beantragte eine Auflistung aller mobileMacs-Episoden mit ZFS als Thema.

Die folgende Aufstellung umfasst alle Episoden (Stand 28.02.2012: 82 Episoden). Eine Episode wurde als “mit ZFS-Nennung” bewertet, wenn ZFS als Thema in den Shownotes aufgeführt wurde.

Insgesamt wurde in 20 von 82 Episoden ZFS als Thema behandelt. Dies entspricht einer Wahrscheinlichkeit von 0.244. Wenn in der vorangegangen Episode ZFS behandelt wurde, ist die Wahrscheinlichkeit dieses Themas in der nächsten Episode 40%.

Übersicht

November 18, 2011
Podcast-Problematiken

Einleitung

Die letzten sechs Jahren zeigten einen rasanten Anstieg der Anzahl deutschsprachiger Podcasts. Die Podcast-Landschaft erscheint vielfältig, zeitgleich aber auch provinziell. Podcasting ist eine Subkulturtechnik. Gerade in den letzten Monaten wurde, angetrieben durch verschiedene Podcasts und Personen 1, zunehmend eine Diskussion um die Entwicklungs- und Zukunftspotenziale der Podcasts angestoßen. Dieser Text soll ein kleiner Beitrag und Denkanstoß zu dieser Diskussion sein.


Prämissen

Zunächst möchte ich an dieser Stelle eine Reihe von Prämissen aufstellen (mit denen sicherlich nicht alle Podcast-Macher und Hörer einverstanden sind,) die aber ein Fundament für die Identifizierung verschiedener Problematiken sein sollen.

Prämisse 1:

Podcasts sind Medieninhalte, die abonnierbar sind und über das Internet distribuiert werden.

Prämisse 2:

Diese Medieninhalte sind Audio oder Video.

Prämisse 3:

Diese Medieninhalte werden mittels eines RSS-Feeds, der zusätzliche Metadaten (Shownotes etc.) anbieten kann, abonniert.


Problematiken

Die genannten Probleme sind in einer vermeintlich logischen Reihenfolge präsentiert. Zudem sollte angemerkt werden, dass nicht alle genannten Probleme einen universalen Charakter besitzen 2. Der Autor hat sich aus formellen Gründen dazu entschieden zunächst eine Auflistung der von ihm identifizierten Probleme zu geben und dann in einem neuen Abschnitt Lösungsansätze zu präsentieren.

Problem 1:

Podcasts bieten zunächst keinen synchronen Zugang (i.e. Live-Streaming), sondern nur asynchronen Zugang zu Inhalten an.

Problem 2:

Die Größe der Medieninhalte benachteiligt Individuen mit einer weniger ausgebauten Anbieter-Infrastruktur. 3

Problem 3:

Fehlende Entwicklungen im Bereich der sog. Podcatcher und entsprechender Applikationen zum Abspielen der Inhalten (ab hier zusammenfassend: Podcast-Apps) bremsen das Entwicklungpotenzial der Podcasts.

Problem 3a:

Apple vernachlässigt in seinen Produkten die Podcasting-Features. 4

Problem 3b:

Die zunehmende Anzahl von Podcasts, die eine eigene App zum Anhören des Livestreams und zum Hören des eigentlichen Podcasts haben, wird größer. 5


Lösungsansätze

Ein Lösungsansatz zu Problem 1 besteht nicht. Podcasts schließen durch ihren strukturellen und formellen Aufbau synchronen Zugang zu den Inhalten aus (vgl. Prämissen). Allerdings könnte eine Implementierung eines Livestream-Features innerhalb der Podcast-App einen Zugang zu einem Livestream erleichtern. Dies ist sicherlich auch einer der Gründe, warum einzelne Podcasts eine eigene App besitzen.

Problem 2 würde sich zunächst dadurch lösen lassen, dass neue Techniken in den Podcast-Apps implementiert werden (vgl. Problem 3). Welche neuen Techniken kommen hierfür in Frage?

  • Strukturelle Veränderungen
    • Verbesserung des User-Interfaces
      • Verbesserte Sortierung der Podcasts (Recently listened, Favorites etc.)
      • Erleichterung der Auswahl von Kapiteln (Neues Symbol für Kapitel etc.)
  • Erweiterung des Potenzials der Shownotes (Feature-Erweiterung, um HTML bzw. Markdown; Embedding von Videos etc.)

Mit neuen Entwicklungen sollten gleichzeitig auch die Produktionstools der Podcaster wachsen, denn neue Entwicklungen machen nur Sinn, wenn sie flächendeckend implementiert werden können. Dies erfordert eine Erhöhung der Effizienz und eine Erleichterung im Bezug auf die Produktionsmethoden.


  1. Tim Pritlove 

  2. In diesem Beitrag werden auch Probleme beschrieben, die z.B. nur in Apple-Produkten (sowohl Hardware als auch Software) bestehen. 

  3. Bittorrent wäre eine Möglichkeit Individuen die einfache Distribution ihrer Inhalte zu erleichtern. Der Podcatcher müsste dies unterstützen. 

  4. Allein dieses Problem wäre in einem anderen Kontext sicherlich einen ganzen Beitrag wert. Allerdings möchte ich das Argument hier nur insoweit wiedergeben, dass Apple Podcasts zunächst als Verkaufsargument für seine iPods anführte. Mit iOS5 finden sich die Podcasts nun mehr in der Music-App, die zuvor immerhin noch “iPod”-App hieß. Gesprochene Inhalte, die einen Großteil der Podcasts ausmachen, haben in einer Music-App aus strukturellen Gründen nichts verloren. 

  5. Dieses Problem resultiert aus den Problemen 1 und 2 (ist aber nicht nur auf diese Probleme beschränkt, auch finanzielle Gründe können eine Rolle spielen). Der Autor lehnt eine Fragmentierung der Podcasts in einzelne Apps aus Gründen der Benutzung (“User experience”) ab. Vielmehr sollte eine Applikation geschaffen werden, die die genannten Probleme löst. 

September 19, 2011
mobileMacs Übersicht 19.09.2011

Statistik für den 19.09.2011

July 3, 2011
Flattr-Statistik Juni 2011

Übersicht

July 2, 2011
"It became clear that they were bidding with the distance between the earth and the sun. One was the sum of a famous mathematical constant, and then when it got to $3 billion, they bid pi."

Anonyme Quelle, die die Gebotstaktik von Google, während der Auktion um die Nortelpatente erklärt

Tau wollte Google dann aber doch nicht bieten?!

July 2, 2011
Google + Invite

Ich benötige einen Google + Invite und bin dankbar über die Vermittlung desselbigen via Twitter.

June 30, 2011
"Google+ is more like Google minus."

June 29, 2011
Final Cut Pro X FAQ

Alles beim Alten: Im Internet gibt es einen “Final Cut Pro X”-Aufstand und Apple antwortet koordiniert und sehr spezifisch etwa eine Woche später.

June 28, 2011
mobileMacs Übersicht

Nach der WWDC-Predictions Vorhersage nun eine allgemeine statistische Untersuchung von mobileMacs. Viel Spaß! Die Rohdaten stelle ich gerne bereit. Ein kurze Nachricht via Twitter genügt. Tipps für weitere statistische Daten, die erhoben werden könnten, oder auch für Anmerkungen bzw. Verbesserungen bin ich sehr dankbar. Wo gehobelt wird, da fallen Späne.

Auf Basis der bisherigen Folgen kann die Länge der MM068 möglicherweise “vorhergesagt” werden.

  • Vorhersage für Länge der Folge MM068:
    • Lineares Modell: 3:41:24
    • Logarithmisches Modell: 3:19:48
  • Tatsächliche Laufzeit von MM068: 3:52:20

Overview (Stand: 25.06.2011)

  • # Episodes: 67
  • First Release Date: 01.04.2008
  • Latest Release Date: 16.06.2011
  • Cast: 4

  • Vorhersage für Länge der Folge MM068:
    • Lineares Modell: 3:41:24
    • Logarithmisches Modell: 3:19:48

Cast

  • Tim
  • Max
  • Denis
  • hukl
  • Tim, Max und Denis sind seit MM001 dabei.
  • hukl hat seinen ersten Auftritt in MM036.

Cast: Facts and Figures

  • Tim war bisher bei allen Episoden anwesend (i.e. 100%).
  • Max war bisher in 63 von 67 möglichen Episoden anwesend (i.e. 94%).
  • Denis war bisher in 58 von 67 möglichen Episoden anwesend (i.e. 87%).
  • hukl war bisher in 22 von 67 möglichen Episoden anwesend (i.e. 33%).
    • Allerdings ist hukl erst in MM036 dazugestoßen. Seit diesem Zeitpunkt war er in 22 von 32 möglichen Episoden anwesend (i.e. 69%).*


  • In 48 von 67 möglichen Episoden war der gesamte mögliche Cast anwesend (i.e. 71%).
  • In 33 von 35 möglichen Episoden “before hukl” war der gesamte mögliche Cast anwesend (i.e. 94%).
  • In 14 von 32 möglichen Episoden “since hukl” war der gesamte mögliche Cast anwesend (i.e. 43.75%).

  • Der longest streak mit komplettem möglichem Cast (i.e. MM001-MM067) ist 16 Episoden in Folge. Dieser Streak umfasste die Folgen MM022-MM037.
  • Der longest streak mit komplettem möglichem Cast “since hukl” (i.e. MM036-MM067) ist 8 Episoden in Folge. Dieser Streak umfasste die Folgen MM053-MM060

Episodes**

  • Die durchschnittliche Sendungslänge beträgt ca. 171.92 Minuten (i.e. 02:51:55).
    • Durschnittliche Sendungslänge “before hukl”: 2:33:09
    • Durschnittliche Sendungslänge “since hukl”: 3:12:26
    • Durschnittliche Sendungslänge bei komplettem möglichen Cast: 2:50:30
    • Durschnittliche Sendungslänge bei komplettem möglichen Cast before hukl: 2:33:48
    • Durschnittliche Sendungslänge bei komplettem möglichen Cast since hukl: 3:28:13


  • Die längste Episode ist Episode MM063 Gesprächsthemenskat mit einer Länge von 4:42:25.
  • Die kürzeste Episode ist Episode MM039 Home Alone mit einer Länge von 1:24:29.
  • Episode with the least cast: MM039 Home Alone (nur Tim)
  • "Since hukl" ist die durschnittliche Länge einer Episode um 00:39:17 gestiegen.
  • Most obscure Episode: MMSC001: Eventbox und DropBox

*hukl ist erst in MM036 dazugestoßen. Im Folgenden wird dieser Umstand als “since hukl” bezeichnet bzw. als “before hukl” [before hukl: MM001-MM035; since hukl: MM036-MM067]. Allerdings wird in diesem Zusammenhang nicht beachtet, ob hukl tatsächlich anwesend ist, sondern nur, dass er ab diesem Zeitpunkt zum möglichen Cast gehört.
**Das Format für Zeiten ist: hh:mm:ss